
Wandheizung
Die Wandheizung hüllt den Raum wie ein Wärmemantel ein. Sie besteht aus einem wasserdurchflossenen Rohrsystem, welches bevorzugt an der Innenseite der kalten Außenwände großflächig angebracht wird.
Qualitätsmerkmale
Durch die großflächige Erwärmung verringert sich die Abstrahlung unserer Körperwärme an die sonst kalte Außenwand. Dadurch kann die Raumlufttemperatur nach unten reguliert werden, es entstehen deutlich weniger Energiekosten. Im Gegensatz zu einer Fußbodenheizung wirkt die Wandheizung auf den gesamten Körper und nicht nur auf den unteren Körperbereich (Füße, Beine). Der verdeckte Einbau in die Wand verhindert Gestaltungsprobleme. Der Taupunkt von den feuchtigkeitsempfindlichen Ecken wird durch die höhere Wärme in der Wand weit in die innere Wand zurückversetzt und verhindert dadurch Schimmelbildung an den gefährdeten Stellen. In Verbindung mit Lehmbaustoffen kann die Raumluftfeuchtigkeit auch in Holzhäusern sehr gut aufgewertet werden.
Auslegung
Die Berechnung des Wärmebedarfs der einzelnen Räume, ist vor der Auslegung der Wandheizung unbedingt notwendig, damit die Größe der Wandheizung bestimmt werden kann. Die Wärmeleitzahl der Außenwand sollte den Wert 0,3 W/m²K nicht übersteigen, damit die Wärmeverluste nach Außen nicht zu groß sind. Das Wandheizungssystem kann bei ausreichender Auslegung, als Niedertemperatursystem verwendet werden, deshalb sind Wandheizungen bei der solaren Heizungsanbindung eine vorteilhafte Einrichtung. In Räumen mit viel Fensterflächen, kann die Wandheizung mit einer Fußbodenheizung kombiniert werden.
Konstruktives
Wir verwenden hauptsächlich System mit Feuchtputzeinbringung(Lehm oder Maschinenputz). Die Verwendung von Fermazell Trockenelementen verringert die Montagezeit zwar deutlich, wobei der Preisnachteil bei großen Flächen deutlich ausfällt. Die unter Putz verlegenten Leitungen können mit Wärmeleitfolien sehr gut ausfindig gemacht werden.


